Atelier am Dyk
Grönkesdyk 9
47803 Krefeld
Mauga Houba-Hausherr
Die Benennung von Straßen und Plätzen nach Personen ist ein bedeutender Teil der Erinnerungskultur, indem sie das Andenken an historische Persönlichkeiten bewahrt, ihre Leistungen für die Gesellschaft würdigt und damit insgesamt Geschichte im öffentlichen Raum sichtbar macht. Auffällig und letztlich leider auch wenig überraschend ist allerdings, dass dafür in allen deutschen Städten und Gemeinden zum sehr überwiegenden Teil auf Männer zurückgegriffen wird. In Krefeld verweisen einem groben Überschlag nach nur etwa 10 bis 15% der personenorientierten Straßenbezeichnungen auf Frauen und wiederum davon genau 15, die einen lokalen Bezug zu Krefeld aufweisen. Mit eben jenen habe ich mich in den vergangenen Monaten künstlerisch auseinandergesetzt.
Die Idee des Konzeptes war die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart: Die jeweilige historische Figur wird in der für ihre Epoche typischen Kleidung dargestellt und – ggf. ergänzt um charakteristische Attribute oder zeitgenössische Details – malerisch in die aktuelle Ansicht der nach ihr benannten Straße oder des entsprechenden Platzes integriert. Durch diese bewusste Verschränkung von historischem Porträt und aktuellem Stadtbild entsteht eine bildliche Brücke zwischen Gestern und Heute. Einerseits wird so die historische Dimension des scheinbar vertrauten Straßenraums sichtbar gemacht, andererseits rückt die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der dargestellten Frauen auch für die heutige Zeit in den Fokus. Die Werke laden dazu ein, den urbanen Raum neu wahrzunehmen und die Geschichten hinter den Straßennamen zu entdecken.
Beata Gruca Wepa
Aquarelle mit Frauen der 20er Jahre
Julia Müller
Die Skulptur "Misogynia on fire" beschäftigt sich auf eindringliche Weise mit der sprachlichen Gewalt gegenüber Frauen
Schauraum
Seilbahn 40
47829 Krefeld
Aline Regese
aline@regese.de
www.aline-regese.com
Aline Regese widmet sich in ihren farbintensiven, figurativen Aquarellen der Erforschung zwischenmenschlicher Beziehungen, Nähe und Emotion. Ihr Werk kreist um das, was Menschen verbindet, sichtbar gemacht durch verschlungene Körper, angedeutete Gesten und spannungsvoll komponierte Ausschnitte. Dabei setzt sie bewusst das Weiß des Papiers als aktives Element ein, das in Kontrast zu den farbigen Figurationen tritt und Zwischenräume sichtbar macht.In der Serie „Ausschnitte von Miteinander“ erforscht Regese die Komplexität des Miteinanders in fragmentarischen Ansichten. Ihre Arbeiten erzählen von flüchtigen Momenten der Intimität und wirken wie Momentaufnahmen – wie ein Blick durch ein Schlüsselloch auf etwas zutiefst Menschliches. Die Transparenz des Mediums und die intensive Farbigkeit verleihen den Werken eine besondere emotionale Tiefe. Verletzlichkeit und Kraft, Distanz und Nähe, Regeses Arbeiten eröffnen einen poetischen Raum, in dem das Unsichtbare zwischen Menschen sichtbar wird.
Klärwerk
Rundweg 20-22
47829 Krefeld
Bärbel Busch
Jürgen Cullmann
Nada Vitz
Margit Wehle-Heich
Alexius Wichtler
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl freier Arbeiten von Mitgliedern des Kunstvereins Obere Nahe e. V. aus den Bereichen Bildende Kunst und Fotografie.
Bärbel Busch
Mobil 0160 6669501
info@baerbelbusch.de
www.baerbelbusch.de
Zeichnungen aus Skizzenbüchern und experimentelle, abstrakte Aquarelle im Original oder als vergrößerte Digitalprints auf Plane, Stoff und Alu-Dibond sind Teil der Ausstellung, geprägt von Spontanität und Farbintensität. Durch die teils starke Vergrößerung werden kleinste Bearbeitungsspuren sichtbar und erhalten eine neue ästhetische Relevanz, da die expressive Ausdruckskraft verstärkt wird und der Betrachter in Linien und Farbschichten „hineintauchen“ kann.
Freischaffend tätig als Designerin, Künstlerin und Illustratorin. Design-Studium an der FH Niederrhein in Krefeld, Lehrbeauftragte von 2010-2013 für Elementares Zeichnen an der FH Trier/UCB, stellvertretende Vorsitzende sowie Sprecherin der Gruppe Bildende Kunst im Kunstverein Obere Nahe.
Jürgen Cullmann
Telefon 06787/8514 Mobil 0176/64956222
info@lichtblick-fotodesign.de
www.lichtblick-fotodesign.de
In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit den Menschen und der Landschaft meiner Heimat – dem Hunsrück zwischen Nahe und Mosel. Ich sehe meine Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel und persönliche visuelle Analyse. Meine Fotografien sprechen in Langsamkeit von einer verborgenen Tiefe unter einer schönen Oberfläche.
Neben der Arbeit mit digitalen Kameras bin ich der analogen Fotografie treu geblieben. Der langsame handwerkliche Prozess mit einer Großformat- oder auch mit einer Lochbildkamera, sowie die Arbeit im Labor, verlangt genaues Hinschauen und Experimentieren.
Nada Vitz
Mobil 0173/2844024
nada@nadaismus.de
www.nadaismus.de
Rudelkatzen: Das Thema Katze symbolisiert Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Das ist Thema meiner künstlerischen Arbeit. Die menschlichen Befindlichkeiten und Unzulänglichkeiten finden sich in den Titeln wieder. „Retro“-Farbigkeit, gedeckte harmonische Farbkombinationen und -nuancen stehen hier im Einklang mit dem Motiv. Alle Arbeiten sind Unikate. Technik: Vielfarben-Holzschnitt mit verlorener Platte, Größe: 40 x 30 cm
Fishing a box: Hier entstehen kleine Geschichten, Szenen oder Alltagssituationen, dreidimensional in Fischdosen.
Alle „Kunst in kleinen Dosen“ sind durchnummeriert und Unikate.
Margit Wehle-Heich
Telefon 06544/8172 Mobil 0171/8784439
m.wehle-heich@gmx.de
Ich liebe den Austausch verschiedener Ebenen der Wahrnehmung. Abstraktes und Konkretes, Innen und Außen, Bewusstes und Unbewusstes sind wesentlich für die Entstehung meiner Bilder. Ich nehme mir alle Freiheiten die sich mir beim Malprozess bieten und experimentiere mit neuen Malmitteln und Collagematerialien, meist auf Leinwand mit Acrylfarben sowie mixed Media. So entstehen während des Malprozesses Schichtungen, Überlagerungen, Verdichtungen verschiedener Materialien, Formen und Farben. Werke, die keine Abbildung der offensichtlichen Welt sind, mit ihrer Farb- und Formgebung, ihrer reliefartigen Struktur, Raum zum Wieder- und Neu-entdecken, zum Verharren und Vertiefen, zum Wahrnehmen und Berühren lassen. Ich gebe dem Betrachter die Möglichkeit, die Bilder selbst zu entschlüsseln oder nur zu betrachten.
Alexius Wichtler
Mobil 0049 17630510852
a.wichtler@icloud.com
Der Mensch in Bewegung, im Tanz, in Balance, im Fall und Sturz, ist Thema des Künstlers Alexius Wichtler. Seine Plastiken aus Draht und Papier mit stark zeichnerischem Charakter kreisen um das Fragile und Gefährdete der menschlichen Existenz.
Entstehend aus Drähten, geben die Figuren quasi eine zeichnerische Bewegung im Raum wieder, die Linie des Drahts zeigt je nach ihrer Qualität Spannung, Brüchigkeit, oder Energie. Die Linienbündel, durch Papierflächen verbunden, lassen körperhafte Formen entstehen.
Eingefasst in Kästen, Käfige oder Kugeln, die teilweise aus der Bewegungsspur entstehen, kommen die Figuren in einen Raumkontext, der ihren Bedeutungsgehalt verstärkt. Die Oberflächen bilden, durch die Verarbeitung des Metalls und des Papiers eine ganz eigene Farbigkeit aus, die den Ausdruck der Figuren ergänzt und verstärkt.
Tubuku
Oppumer Str.175
Am Großmarkt beim Wagon
47799 Krefeld
Jaroslaw Masztalerz
Alex Weigandt
Straßenabitur
Seidenkultur
Luisenstr. 15
47799 Krefeld
Brigitte Schroers
Nach meinem Studium als Textil-Designerin arbeitete ich in einem bekannten Krefelder Atelier, wo ich Textilentwürfe erstellte, Ausschnitte in Form von Kopien werden im Haus der Seidenkultur ausgestellt. Danach widmete ich mich meinem Herzenswunsch der Malerei. Thema sind Landschaftsbilder, die durch vielfältige Reisen und Eindrücke der näheren Umgebung in einem malerischen Prozeß in Acryltechnik entstehen. Ziel der Ausstellung ist für mich dem Betrachter durch meine Werke neue freie Sichtweisen auf die im umgebene Welt zu eröffnen. Dem Sinnspruch Kunst ist die Tochter der Freiheit sollen meine Bilder dem Betrachter eigene Interpretationsmöglichkeiten einräumen.
Frät ComicPopart
0172-7295384
www.fraet.de
@fraet_krefeld
„Dogs in Cinema“: Illustrierte Serie von Kinoplakaten mit Hundeportraits · Technik: Illustration · FineArtPrint auf Holz · Unikate
In dieser Serie verbindet Frät zwei Schwerpunkte seiner Arbeiten: zum einen Portraits und zum zweiten, Szenen illustrativ festzuhalten. Das ausgewählte Material des Holzes mit seiner Struktur gibt dem Motiv einen individuellen Charakter.
Freiraum
Ostwall 64-66
47798 Krefeld
Serge Bizyuk
info@k-uns-t.com |
www.k-uns-t.com | @freiraum_k_uns_t/ | Facebook: https://shorturl.at/udAph
Kunst ist für mich ein besonderer Ort, an dem ich meine Wahrnehmung von der Außenwelt auf mein Inneres richten kann. So entstehen sehr unterschiedliche, aber immer abstrakte Kompositionen, in denen flächige Farbigkeit auf punktuelle und lineare Farb-Elemente trifft – und diese mitunter komplexe Konstellation formt gemeinsam ein Bild. Oft überlappen sich Farbwerte. Am Anfang steht da kein fester „Bauplan“, sondern ein Mix von Reaktion und Intuition: Bizyuk beginnt meist mit einer Grundschicht. Als Reaktion auf das Gesehene, in der Außenwelt Erlebte werden weitere Schichten aufgetragen, bis ein harmonischer Gleichklang entsteht. Auf diese Weise gestaltet er kleinere und größere Bildflächen mit vielen Tönen, die teils gleichsam vibrieren, und immer wieder mit farbigen Streifenstrukturen. Mir geht es darum, Gefühle hervorzurufen. Das Ganze strahlt Musikalität aus. Eigentlich kein Wunder bei einem Maler, der auch als Solo-Musiker bereits auf kleineren Bühnen steht.
Adam Pliszka
Tel: 01733677853
www.adampliszka.com
Die präsentierten Arbeiten sind malerische Auseinandersetzungen mit mentalen Zuständen und dem Spannungsfeld zwischen innerer Wahrnehmung und äußerer Erscheinung. Gesichter fungieren dabei als instabile Projektionsflächen psychischer Prozesse. Durch Schichtungen Überlagerungen und offene Eingriffe entstehen Bilder in denen sich Ambivalenz Spannung und Fragilität manifestieren. Die Arbeiten folgen einem prozesshaften Ansatz in dem Entwicklung sichtbar bleibt. Ziel ist eine Malerei die mentale Zustände erfahrbar macht ohne sie zu erklären oder zu bewerten.
Ywe Sonnensee
Telefon +49 151 28730779
ywesonnensee@gmx.de
www.ywe-sonnensee.de/ | facebook.com/ywe.sonnensee
Krefeld, eine Stadt im Herzen des Ruhrgebiets, ist oft für ihre reiche Industriekultur bekannt, die sich durch alte Fabriken, historische Textilbetriebe und innovative Kunstszene auszeichnet. Inmitten dieses industriellen Erbes steht die Künstlerin Ywe Sonnensee, die mit ihren Werken einen faszinierenden Dialog zwischen der industriellen Vergangenheit Krefelds und der zeitlosen Welt der griechischen Mythologie herstellt.
Krefeld hat eine lange Geschichte als Zentrum der Textilproduktion, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert. Die Stadt war berühmt für ihre hochwertigen Seidenstoffe und stellte einen bedeutenden Teil der deutschen Textilindustrie dar. Diese industrielle Prägung spiegelt sich nicht nur in den Bauwerken wider, sondern auch in der kreativen Arbeit von Künstlern wie Ywe Sonnensee. Sonnensees Kunstwerke sind oft von den Materialien und Techniken beeinflusst, die in der Industriegeschichte Krefelds verwurzelt sind. Sie vermischt moderne und traditionelle Methoden, um Werke zu schaffen, die sowohl die Vergangenheit ehren als auch aktuelle Themen ansprechen.
Griechische Mythologie ist voll von Geschichten, die von Transformation, Identität und der menschlichen Beziehung zur Natur handeln. Diese Themen findet man auch in Sonnensées Arbeiten. Sie interpretiert mythologische Figuren neu, um die Verbindung zwischen Mensch und Industrie zu thematisieren. Vielleicht finden wir in ihren Skulpturen Anklänge an die Geschichten von Persephone, die zwischen der Unterwelt und der Oberwelt changiert, was die Dualität zwischen Arbeit und Leben in einem industrialisierten Umfeld symbolisiert. Ein Beispiel könnte eine Installation sein, die an die Geschichte von Arachne erinnert – der Weberin, die sich mit Athena messen wollte und dafür bestraft wurde. Solche Geschichten aus der griechischen Mythologie könnten als Metapher für den Kampf der heutigen Künstler um Anerkennung in einer von der Industrie dominierten Welt dienen.
Schmuckwerkstatt
Wiedenhofstr. 58
47798 Krefeld
Barbara Bismark
www.barbara-bismark.de
schmuckwerkstatt@barbara-bismark.de
Nach dem Umzug in mein neues Ladengeschäft in die Wiedenhofstraße 58 gegenüber der Alten Kirche möchte ich nun auch ein neues Thema angehen, ohne das Thema Weiß-Gold aus dem Blick zu verlieren. Für den Frühjahrs A-Gang wird es Schmuckstücke in "Türkis-Grün" geben. Stricknadeln, Strandplastik, alte Fliesen, Secondhand-Steine, jede Menge Knöpfe und mehr dienen dabei als Ausgangsmaterial und Blickfang – weiterhin mit Recyclinggold und -silber zu schönem Schmuck verarbeitet. Edel, verspielt, auffällig, schlicht, grob und zart.
Textilkunst
Wallstr. 14
47798 Krefeld
Nurten Kocaman
017640597613
www.nurstil.de
info@nurstil.de
Textilkünstlerin und Gründerin von nurStil. Ich verbinde Textilkunst, Wohnaccessoires und Mode und Upcycling zu ausdrucksstarken Einzelstücken und kollektiven Projekten, die Nachhaltigkeit und Emotion sichtbar machen.
Angelika Teschner
a-teschner@gmx.de
@kuenstlerinkr | @krickel_krakel_wunderwelt
Kunst ist für mich eine schöpferische Tätigkeit und hat eine große befreiende Kraft. Meine Inspirationen sind die Natur, die Gesellschaft, Schicksale und Gefühle. Das Aquarellmalen erfüllt mich zurzeit mit großer Freude – jede Farbe, jede Bewegung verwandelt sich in ein ausdrucksstarkes Spiel von Licht und Emotion. Ich liebe die Freiheit der Abstraktion und die Kraft des Expressiven.
Günay Akkol
Harte Materialien. Starker Ausdruck
Das Fenster
Tannenstraße 147
47798 KR
Das Künstlerinnen-Duo alles_aesthetik präsentiert erneut ihre crossmediale Arbeit „jubel/beifall“ im Off-Showcase Das Fenster. Im Schaukasten an der Tannenstraße 147 (links neben dem kleinen Café) verwebt das Duo in einer temporären Installation Sprache, Schrift und Raum zu einer verdichteten Anordnung zwischen Typografie, Lyrik und visueller Struktur. Fragmente eines lyrischen Textes werden im analogen Scanprozess verformt und zu einer räumlich-typografischen Neuordnung verdichtet. Das Gedicht ist über einen QR-Code hörbar und wird visuell durch die Plakatgestaltung erweitert.
Was lesbar ist, bleibt fragmentarisch.
Was hörbar ist, bleibt flüchtig.
Hinweise zur Rezeption
Die Installation ist rund um die Uhr im öffentlichen Raum sicht- und hörbar.
Zum vollständigen Hören der Texte wird benötigt:
– ein Smartphone mit Internetzugang & QR-Code-Scanner
– Kopfhörer (empfohlen)
Pförtnerloge
Fabrik Heeder
Virchowstr. 130
47805 Krefeld
Aliza Malin Gebauer
Luisa Lübke
Charlene Engelberg
Sinem Cay
Tembela Toto Kiesa
Jule Schmidt
Lys Damanik
Studentische Arbeiten des Fachbereichs Design, Fach Fotografie, unter der Leitung von Prof.in Paula Markert
Wo kommen wir her, was prägt uns? Wo fühlen wir uns zuhause, wo geborgen? Viele junge Menschen erleben diese Fragen heute als besonders drängend. Gesellschaftliche Verschiebungen, Globale Krisen und die Omnipräsenz der Einflüsse sozialer Medien haben Sicherheiten ins Wanken gebracht – Gefühle von Haltlosigkeit und Einsamkeit sind allgegenwärtig. Im Rahmen des Ausstellungsformats »designkrefeld – sichtbar« nähern sich die Arbeiten von sieben Studierenden der Frage „Was uns hält“ aus sehr persönlicher Perspektive: In ihren fotografischen Serien setzen sie sich mit Herkunftsfamilie, Geschlechterrollen und kultureller Prägung auseinander – und suchen nach Orientierung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.